Aktuelle Lage Gas-Versorgung
Lagebericht Gasversorgung der Bundesnetzagentur
(Stand: 02.11.2026)
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat die seit dem 23. Juni 2022 geltende Alarmstufe des Notfallplans Gas in Deutschland aufgehoben. Seit dem 1. Juli 2025 gilt die Frühwarnstufe.
Die Füllstände der Speicher in Deutschland liegen derzeit bei 61 % (151 TWh). Sie sind deutlich niedriger als in den Vergleichszeiträumen vergangener Jahre. Die Bundesnetzagentur nimmt diese Entwicklung sehr ernst. Die Gasspeicher entleeren sich im Rahmen der marktlichen und wetterbedingten Erwartungen. Abnehmende Füllstände sind daher kein Indiz für eine Mangellage. Für die sichere Gasversorgung ist es auch nicht zwingend, dass die Füllstandsziele zum 1. Februar erreicht werden. Für die Versorgungssicherheit entscheidend ist ein Zusammenspiel von Pipelineimporten, Speichern, LNG-Importen, Infrastruktur und Nachfrage.
Die Befüllung sowie die Bewirtschaftung der Speicher über den Winter ist grundsätzlich eine Aufgabe der Gashändler. Sie haben Lieferverpflichtungen gegenüber Stadtwerken, Versorgern, Industrie und anderen Kunden. Diese Verpflichtung müssen sie ausreichend absichern und durch eine angemessene Speicherbewirtschaftung im Zusammenspiel mit den anderen Importquellen jederzeit erfüllen können. Auf dem Weltmarkt ist ausreichend Gas verfügbar, und es sind ausreichend Importmöglichkeiten vorhanden.
Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil. Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung nach aktuellem Erkenntnisstand weiterhin als gering ein. Die Bundesnetzagentur beobachtet die Lage fortlaufend. Ein sparsamer Umgang mit Gas bleibt angesichts des weiterhin erhöhten Preisniveaus für Haushaltskunden sinnvoll. Ein vergleichsweise niedriger Speicherfüllstand am Ende des Winters ist wahrscheinlich.
Detaillierte Informationen zu den aktuellen Speicherfüllständen Gas, Gasverbräuchen der Industrie sowie der Haushalte finden Sie auf der Seite der Bundesnetzagentur.
Dennoch ist es wichtig, sparsam mit Energie umzugehen. In fast jedem Haushalt, gibt es noch Möglichkeiten, Energie einzusparen – zum Beispiel die Heizung herunterdrehen, wenn niemand zu Hause ist, Stoßlüften und beim Duschen auf Dauer und Temperatur achten. Zudem sollte jeder überlegen, ob es nicht auch ein oder zwei Grad weniger im Zimmer tun. Jedes Grad weniger heizen verbraucht sechs Prozent weniger Energie und Geld – denn jede eingesparte Kilowattstunde schont auch den eigenen Geldbeutel.